Kläranlage

Kläranlage

In den Haushaltsplänen der nächsten Jahre sind sehr große Summen für den Umbau bzw. die Erweiterung der Kläranlage vorgesehen. Mit dem zwangsläufigen Wechsel des beratenden Planungsbüros liegt es auf der Hand, das gesamte Konzept für die Klärung des Bergener Abwassers von Grund auf zu analysieren und gegebenenfalls zu optimieren. Aufgrund der enormen Haushalts-Summen und der damit verbundenen großen Tragweite für alle Bergener Bürger sollten alle möglichen Lösungsansätze ergebnisoffen ermittelt und diskutiert werden. Dabei ist die mittel- und langfristige Ausrichtung des Konzepts der Bergener Abwasserklärung entscheidend.

Ein Hauptaspekt bei der Ausrichtung ist die Frage nach der Auslegung der Kläranlage als Misch- oder Trennsystem. Beide Systeme haben Vor- und Nachteile wobei der Trend eindeutig hin zum Trennsystem geht. In die Entscheidungsfindung eingehen sollten neben der Beurteilung des Istzustands der Kläranlage und des Kanalsystems Aspekte wie z.B. die Niederschlagsmenge, die Topographie und die Belastbarkeit der Gewässer.

Die Abwasserreinigung ist ein Thema, das nicht an Gemeindegrenzen Halt macht. Deshalb ist vor dem Hintergrund akzeptabler Abwassergebühren der Erfahrungsaustausch und die Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden ein weiterer wichtiger Aspekt.

Als möglicher Beitrag zu lokaler Energiegewinnung sollte die Bergener Abwasser-Reinigung vor dem Hintergrund der Ausnutzung bisher ungenutzten jedoch vorhandenen Potentials zur Energiegewinnung analysiert werden.
Hierbei stehen im Vordergrund:
– Abwärme: wird bislang ungenutzt an das geklärte abfließende Abwasser abgegeben
– Gasproduktion aus Klärschlamm: z.B. zum Betrieb von lokalen Blockheizkraftwerken (BHKW)

Historie

Herr Beckel vom gleichnamigen Ingenieurbüro hat im September 2004 dem Gemeinderat folgendes erklärt: Die Kläranlage wurde 1982 gebaut, 1991 gab es neue Richtlinien und 1992 auf 10.000 Einwohnergleichwerte erweitert. Die Kläranlage erreicht die zur Zeit geltenden Werte nicht mehr. Im Juni 2006 schlug Landrat Steinmaßl den Anschluss an die Traunsteiner Kläranlage oder den Ringkanal Chiemsee vor. Bereits 2007 wurden im Finanzplan der Gemeinde 1,4 mio € eingeplant. Dieser Posten findet sich wieder in den Jahren 2008 und 2009. 2011 wurden 1,3 mio € im Vermögenshaushalt eingeplant. Viele Jahre der Untätigkeit zwingen den neuen Gemeinderat und Bürgermeister bis 2016 diese Maßnahme abzuschließen.

Ein Beitrag von Stefan Schleier und Stefan Schneider

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