Demografischer Wandel

Wie überall in Deutschland werden auch in Bergen in den kommenden Jahren und Jahrzehnten mehr und mehr die Herausforderungen und Probleme des Demografischen Wandels zu Tage treten. Die Zuwanderer aus 26 Nationen und deren Kinder und Enkel haben Bergen internationaler, heterogener und bunter gemacht. Dennoch werden auch in Bergen Kinder, Jugendliche und Familien mehr und mehr zu einem knappen Gut werden, während die Zahl älterer und hochbetagter Bürgerinnen und Bürger weiter ansteigen wird. Damit einher geht schon heute eine zunehmende Vereinzelung der Menschen. Immer weniger Bergenerinnen und Bergener sind verpartnert oder haben Familienanschluss, immer mehr leben allein, gerade im Alter nicht selten sogar vereinsamt. Ziel muss es sein, generationenübergreifende Lösungsansätze und Rahmenbedingungen zu entwickeln, die nicht nur die Bewältigung der Herausforderungen des demografischen Wandels ermöglichen, sondern gezielt die besonderen Voraussetzungen und Chancen Bergens nutzen. Integrative Ansätze wie Mehrgenerationenhäuser und –projekte gezielt gefördert werden, um die Begegnung und das Zusammenleben älterer Menschen und junger Familien zu ermöglichen und die gegenseitige Unterstützung zu fördern. Möglichkeiten für neue Wohnformen für Ältere geschaffen und gefördert werden mit dem Ziel, dass professionelle Pflege und bürgerschaftliches Engagement verknüpft werden, wie es insbesondere in kleinräumigen Einheiten gut funktioniert. Bergen hat gerade mit Blick auf die Mobilitätseinschränkungen im Alter zum Dorf der kurzen, barrierefreien Wege zu werden. Das bedeutet eine wohnortnahe Infrastruktur und ein gut ausgebauter, alten- und behindertengerechter öffentlicher Nahverkehr. Eine dichte und qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung muss unbedingt aufrechterhalten werden. Die Kommune muss gemeinsam mit allen engagierten Bürgern, Vereinen hier Prioritäten setzen.

Ein Beitrag von Klaus Frank

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